platform-docs/01-design-principles.md

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# Design Principles
**Status:** Stable
## Zweck dieses Dokuments
Dieses Dokument beschreibt die grundlegenden Gestaltungsprinzipien von Tuxflotte.
Die Design Principles bilden den architektonischen Rahmen für die Entwicklung der Plattform. Sie sind bewusst technologieunabhängig formuliert und gelten unabhängig von Programmiersprachen, Frameworks oder den verwendeten Werkzeugen.
Bei Architektur- und Implementierungsentscheidungen dienen diese Prinzipien als Orientierung. Sie bilden den gemeinsamen Maßstab für die Weiterentwicklung der Plattform.
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# 1. Der Workspace steht im Mittelpunkt
Der fachliche Mittelpunkt von Tuxflotte ist der **Workspace**.
Ein Workspace beschreibt den gewünschten Arbeitsplatz eines Benutzers oder einer Benutzergruppe. Er definiert den Zielzustand eines Systems und bildet die Grundlage jeder Provisionierung.
Linux-Distributionen sind die technischen Zielplattformen, auf denen ein Workspace bereitgestellt wird. Der Workspace selbst bleibt unabhängig von der gewählten Distribution.
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# 2. Tuxflotte orchestriert
Tuxflotte steuert und begleitet den gesamten Bereitstellungsprozess eines Workspaces.
Dazu erkennt die Plattform Hardware, verarbeitet Organisations- und Workspace-Informationen, erzeugt ein Runtime Blueprint, das den vollständigen Zielzustand der Installation beschreibt, und übergibt dieses an das passende Backend.
Die eigentliche Installation des Betriebssystems erfolgt mit den nativen Installationswerkzeugen der jeweiligen Distribution. Tuxflotte ergänzt diese Werkzeuge, ersetzt sie jedoch bewusst nicht.
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# 3. Der Kern bleibt distributionsneutral
Der Kern von Tuxflotte stellt die distributionsunabhängige Orchestrierung der Plattform bereit.
Distributionsspezifische Implementierungen werden ausschließlich in Backends umgesetzt. Dadurch bleibt der Kern schlank, wartbar und leicht erweiterbar.
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# 4. Jede Schicht besitzt eine klare Verantwortung
Die Architektur von Tuxflotte ist in klar abgegrenzte Schichten unterteilt.
Jede Schicht erfüllt genau eine Aufgabe und stellt definierte Schnittstellen für die darüber- oder darunterliegenden Schichten bereit.
Klare Verantwortlichkeiten bilden die Grundlage für eine verständliche, wartbare und langfristig erweiterbare Architektur.
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# 5. Runtime Blueprints beschreiben den Zielzustand
Vor jeder Installation erzeugt Tuxflotte ein **Runtime Blueprint**.
Es beschreibt den vollständigen Zielzustand einer konkreten Installation und entsteht aus den Informationen der verschiedenen Architekturschichten, beispielsweise Workspace, Organization und Backend.
Das Runtime Blueprint dient dem Backend als Grundlage für die Erstellung distributionsspezifischer Installationsdaten.
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# 6. Wiederverwendung vor Duplizierung
Tuxflotte setzt auf wiederverwendbare Bausteine.
Neue Anforderungen werden nach Möglichkeit durch die Kombination bestehender Komponenten umgesetzt.
Dadurch entstehen flexible Lösungen mit geringem Wartungsaufwand und einer hohen Konsistenz über alle Workspaces hinweg.
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# 7. Dokumentation ist Teil der Architektur
Die Dokumentation beschreibt die Architektur und die gemeinsame Sprache von Tuxflotte.
Sie begleitet die Entwicklung von Beginn an und bildet die Grundlage für Implementierung, Erweiterung und Wartung der Plattform. Die Implementierung folgt der Architektur nicht umgekehrt.
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# 8. Entscheidungen bleiben nachvollziehbar
Architekturentscheidungen werden dokumentiert und begründet.
Historische Dokumente werden archiviert, anstatt gelöscht zu werden. Dadurch bleibt die Entwicklung der Plattform langfristig nachvollziehbar und Erfahrungen gehen nicht verloren.
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# 9. Verständlichkeit schafft Qualität
Eine verständliche Architektur ist langfristig wertvoller als eine möglichst raffinierte technische Lösung.
Klarheit, Lesbarkeit und nachvollziehbare Zusammenhänge erleichtern die Zusammenarbeit und bilden die Grundlage für nachhaltige Softwareentwicklung.
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# 10. Nachhaltigkeit vor kurzfristiger Optimierung
Tuxflotte wird als langfristige Plattform entwickelt.
Architekturentscheidungen sollen deshalb nicht nur aktuelle Anforderungen erfüllen, sondern auch zukünftige Erweiterungen ermöglichen.
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# Zusammenfassung
Tuxflotte beschreibt Linux-Workspaces, stellt sie bereit und verwaltet sie.
Workspaces definieren den gewünschten Zielzustand.
Backends übersetzen diesen Zielzustand in distributionsspezifische Installationsdaten.
Die nativen Installer der Distributionen installieren das Betriebssystem.
Tuxflotte orchestriert den gesamten Prozess und schafft damit eine distributionsunabhängige Plattform für den Lebenszyklus standardisierter Linux-Workspaces.