Introduces the Merkmal-Backend-Blueprint realization model: a Merkmal describes one distribution-independent workspace feature, a Blueprint realizes exactly one Merkmal for exactly one backend (usually an Ansible role applied post-first-boot via ansible-pull), and a Bereitstellungsvorlage bundles workspace + backend + org-specific installation directives (partitioning, encryption, secure boot). Replaces the old flat profile model (profiles/profile.json/ distribution+version) throughout the provisioning API, data model, interactive provisioning flow, and device enrollment docs with templates/Bereitstellungsvorlage terminology. Moves 02-workspace-model.md and 04-backend-model.md into architecture/, archives the superseded flat organization-model.md.
11 KiB
Tuxflotte Datenmodell v1
Zweck
Das Datenmodell beschreibt die persistenten Kernobjekte der Tuxflotte-Plattform und ihre Beziehungen.
Die konkrete SQL-Implementierung und das Migrationssystem werden getrennt von diesem fachlichen Modell behandelt.
Kernobjekte
- Organization
- Device
- Hardware Snapshot
- Network Interface
- Storage Device
- Workspace
- Merkmal
- Backend
- Blueprint
- Bereitstellungsvorlage
- Assignment
- Activation Code
- Network Profile
- Secret Reference
Network Profile und Secret Reference sind weiterhin nur benannt, aber fachlich noch nicht spezifiziert — das bleibt bewusst außerhalb des aktuellen Arbeitsschritts (Provisioning-Server-Datenmodell für Workspace/Merkmal/Backend/Blueprint/Bereitstellungsvorlage).
Organization
Eine Organization beschreibt eine organisatorische Einheit innerhalb der Tuxflotte-Plattform.
Eine Organization besitzt eigene Geräte, Workspaces, Netzwerkprofile und Richtlinien.
Attribute:
- id
- name
- created_at
- updated_at
Beziehungen:
- besitzt mehrere Devices
- besitzt optional eigene Workspaces (zusätzlich zu global bereitgestellten Workspaces, siehe Workspace)
- besitzt mehrere Bereitstellungsvorlagen
- besitzt mehrere Activation Codes
- besitzt mehrere Network Profiles
- referenziert Secrets
Device
Ein Device repräsentiert ein dauerhaft bekanntes physisches oder virtuelles Gerät.
Die interne Geräte-ID ist unabhängig von Hardwaremerkmalen.
Der Hardware-Fingerprint dient der Wiedererkennung während des Provisioning-Handshakes.
Attribute:
- id
- organization_id
- device_fingerprint
- hostname
- created_at
- last_seen
Beziehungen:
- gehört zu genau einer Organization
- besitzt mehrere Hardware Snapshots
- besitzt optional ein Assignment
Hardware Snapshot
Ein Hardware Snapshot beschreibt den zu einem bestimmten Zeitpunkt erfassten Hardwarezustand eines Devices.
Hardware Snapshots sind zeitbezogene Inventardaten und nicht Bestandteil der stabilen Geräteidentität.
Attribute:
- id
- device_id
- collected_at
- architecture
- manufacturer
- product_name
- product_version
- system_uuid
- system_serial
- board_vendor
- board_name
- board_serial
- bios_vendor
- bios_version
- boot_mode
- secure_boot
- tpm_version
- cpu_model
- cpu_logical_count
- memory_bytes
Beziehungen:
- gehört zu genau einem Device
- besitzt mehrere Network Interfaces
- besitzt mehrere Storage Devices
Network Interface
Ein Network Interface beschreibt eine zum Zeitpunkt des Hardware Snapshots vorhandene Netzwerkschnittstelle.
Attribute:
- id
- hardware_snapshot_id
- name
- type
- mac_address
Beziehungen:
- gehört zu genau einem Hardware Snapshot
Storage Device
Ein Storage Device beschreibt einen zum Zeitpunkt des Hardware Snapshots vorhandenen Massenspeicher.
Attribute:
- id
- hardware_snapshot_id
- model
- serial
- size_bytes
- transport
- name
Beziehungen:
- gehört zu genau einem Hardware Snapshot
Workspace
Ein Workspace beschreibt einen distributionsunabhängigen Arbeitsplatz-Zielzustand aus einer Menge von Merkmalen (siehe 02-workspace-model.md).
Ein Workspace steht zunächst global bereit. Eine Organization kann zusätzlich eigene Workspaces definieren.
Attribute:
- id
- organization_id (optional; NULL bedeutet global bereitgestellt)
- key
- name
- description
- created_at
- updated_at
Beziehungen:
- gehört optional zu genau einer Organization
- besteht aus mehreren Merkmalen
- wird in mehreren Bereitstellungsvorlagen referenziert
Merkmal
Ein Merkmal ist eine einzelne fachliche Eigenschaft eines Workspace, distributionsunabhängig benannt (siehe 12-feature-blueprint-model.md).
Attribute:
- id
- key
- name
- description
Beziehungen:
- gehört zu mehreren Workspaces
- besitzt je Backend höchstens einen Blueprint
Backend
Ein Backend beschreibt die distributionsspezifische Umsetzung eines Workspace (siehe 04-backend-model.md).
Attribute:
- id
- key
- name
- installer_type (zum Beispiel kickstart, autoinstall, calamares, preseed)
Beziehungen:
- besitzt Blueprints für Merkmale
- wird in mehreren Bereitstellungsvorlagen referenziert
Blueprint
Ein Blueprint beschreibt die technische Umsetzung genau eines Merkmals für genau ein Backend (siehe 12-feature-blueprint-model.md).
Attribute:
- id
- merkmal_id
- backend_id
- ansible_role
Beziehungen:
- gehört zu genau einem Merkmal
- gehört zu genau einem Backend
Constraints:
- je Merkmal und Backend existiert höchstens ein Blueprint
Bereitstellungsvorlage
Eine Bereitstellungsvorlage beschreibt eine von einer Organization vorkonfigurierte Kombination aus Workspace und Backend, einschließlich der installationszeitlichen Vorgaben, die kein Bestandteil eines Blueprints sind (siehe 03-organization-model.md, 12-feature-blueprint-model.md).
Attribute:
- id
- organization_id
- workspace_id
- backend_id
- label
- is_default
- disk_encryption
- partitioning
- secure_boot_required
- created_at
- updated_at
Beziehungen:
- gehört zu genau einer Organization
- referenziert genau einen Workspace
- referenziert genau ein Backend
Constraints:
- höchstens eine Bereitstellungsvorlage je Organization mit
is_default = true
Assignment
Ein Assignment beschreibt die konkrete Zuordnung eines Device zu der Bereitstellungsvorlage, mit der es provisioniert wurde.
Attribute:
- id
- device_id
- bereitstellungsvorlage_id
- created_at
Beziehungen:
- gehört zu genau einem Device
- referenziert genau eine Bereitstellungsvorlage
Constraints:
- ein Device besitzt höchstens ein Assignment
Activation Code
Ein Activation Code autorisiert den initialen Provisionierungsvorgang eines Geräts und bestimmt die zugeordnete Organization (siehe 08-provisioning-api.md, 11-device-enrollment.md).
Der Activation Code ist laut 11-device-enrollment.md ein Übergangsmechanismus und wird langfristig durch Enrollment Sessions ersetzt.
Attribute:
- code
- organization_id
- active
- created_at
Beziehungen:
- gehört zu genau einer Organization
Relationales Schema v1
organizations
Spalten:
- id
- name
- created_at
- updated_at
devices
Spalten:
- id
- organization_id
- device_fingerprint
- hostname
- created_at
- last_seen
Beziehungen:
- organization_id referenziert organizations.id
Constraints:
- device_fingerprint ist eindeutig
hardware_snapshots
Spalten:
- id
- device_id
- collected_at
- architecture
- manufacturer
- product_name
- product_version
- system_uuid
- system_serial
- board_vendor
- board_name
- board_serial
- bios_vendor
- bios_version
- boot_mode
- secure_boot
- tpm_version
- cpu_model
- cpu_logical_count
- memory_bytes
Beziehungen:
- device_id referenziert devices.id
network_interfaces
Spalten:
- id
- hardware_snapshot_id
- name
- type
- mac_address
Beziehungen:
- hardware_snapshot_id referenziert hardware_snapshots.id
storage_devices
Spalten:
- id
- hardware_snapshot_id
- name
- model
- serial
- size_bytes
- transport
Beziehungen:
- hardware_snapshot_id referenziert hardware_snapshots.id
workspaces
Spalten:
- id
- organization_id (nullable)
- key
- name
- description
- created_at
- updated_at
Beziehungen:
- organization_id referenziert organizations.id (optional)
Constraints:
- (organization_id, key) ist eindeutig
merkmale
Spalten:
- id
- key
- name
- description
Constraints:
- key ist eindeutig
workspace_merkmale
Spalten:
- workspace_id
- merkmal_id
Beziehungen:
- workspace_id referenziert workspaces.id
- merkmal_id referenziert merkmale.id
Constraints:
- (workspace_id, merkmal_id) ist Primärschlüssel
backends
Spalten:
- id
- key
- name
- installer_type
Constraints:
- key ist eindeutig
blueprints
Spalten:
- id
- merkmal_id
- backend_id
- ansible_role
Beziehungen:
- merkmal_id referenziert merkmale.id
- backend_id referenziert backends.id
Constraints:
- (merkmal_id, backend_id) ist eindeutig
bereitstellungsvorlagen
Spalten:
- id
- organization_id
- workspace_id
- backend_id
- label
- is_default
- disk_encryption
- partitioning
- secure_boot_required
- created_at
- updated_at
Beziehungen:
- organization_id referenziert organizations.id
- workspace_id referenziert workspaces.id
- backend_id referenziert backends.id
Constraints:
- höchstens eine Zeile je organization_id mit is_default = true (partieller Unique-Index)
assignments
Spalten:
- id
- device_id
- bereitstellungsvorlage_id
- created_at
Beziehungen:
- device_id referenziert devices.id
- bereitstellungsvorlage_id referenziert bereitstellungsvorlagen.id
Constraints:
- device_id ist eindeutig
activation_codes
Spalten:
- code
- organization_id
- active
- created_at
Beziehungen:
- organization_id referenziert organizations.id
Constraints:
- code ist Primärschlüssel
Beziehungskonsequenzen
Wird eine Organization gelöscht, dürfen zugehörige Devices nicht implizit mitgelöscht werden.
Wird ein Device gelöscht, werden zugehörige Hardware Snapshots mitgelöscht.
Wird ein Hardware Snapshot gelöscht, werden zugehörige Network Interfaces und Storage Devices automatisch mitgelöscht.
Wird eine Organization gelöscht, dürfen ihre Bereitstellungsvorlagen und Activation Codes nicht implizit erhalten bleiben — sie verlieren mit der Organization ihre Grundlage.
Wird ein Workspace, ein Backend oder ein Merkmal gelöscht, das noch von einer Bereitstellungsvorlage beziehungsweise einem Blueprint referenziert wird, muss das gesperrt werden, um Bereitstellungsvorlagen nicht unbemerkt ungültig zu machen.
Wird ein Device gelöscht, wird sein Assignment mitgelöscht. Wird eine Bereitstellungsvorlage gelöscht, auf die noch ein Assignment verweist, muss das gesperrt werden.
Für die relationale Umsetzung gilt daher:
- devices.organization_id → ON DELETE RESTRICT
- hardware_snapshots.device_id → ON DELETE CASCADE
- network_interfaces.hardware_snapshot_id → ON DELETE CASCADE
- storage_devices.hardware_snapshot_id → ON DELETE CASCADE
- workspaces.organization_id → ON DELETE CASCADE
- workspace_merkmale.workspace_id → ON DELETE CASCADE
- workspace_merkmale.merkmal_id → ON DELETE RESTRICT
- blueprints.merkmal_id → ON DELETE CASCADE
- blueprints.backend_id → ON DELETE CASCADE
- bereitstellungsvorlagen.organization_id → ON DELETE CASCADE
- bereitstellungsvorlagen.workspace_id → ON DELETE RESTRICT
- bereitstellungsvorlagen.backend_id → ON DELETE RESTRICT
- assignments.device_id → ON DELETE CASCADE
- assignments.bereitstellungsvorlage_id → ON DELETE RESTRICT
- activation_codes.organization_id → ON DELETE CASCADE
ID-Erzeugung
Persistente Plattformobjekte verwenden UUIDs als interne IDs.
UUIDs werden durch die Anwendung erzeugt.
Die Datenbank validiert und speichert die IDs, erzeugt sie jedoch nicht selbst.
Dadurch stehen Objekt-IDs bereits vor dem Datenbank-INSERT zur Verfügung und können innerhalb einer Transaktion für abhängige Datensätze verwendet werden.