platform-docs/architecture/06-backend-api.md
Thomas Stallinger 8ece25f954 docs: define Merkmal/Blueprint/Bereitstellungsvorlage model (ADR-0002)
Introduces the Merkmal-Backend-Blueprint realization model: a Merkmal
describes one distribution-independent workspace feature, a Blueprint
realizes exactly one Merkmal for exactly one backend (usually an
Ansible role applied post-first-boot via ansible-pull), and a
Bereitstellungsvorlage bundles workspace + backend + org-specific
installation directives (partitioning, encryption, secure boot).

Replaces the old flat profile model (profiles/profile.json/
distribution+version) throughout the provisioning API, data model,
interactive provisioning flow, and device enrollment docs with
templates/Bereitstellungsvorlage terminology. Moves 02-workspace-model.md
and 04-backend-model.md into architecture/, archives the superseded
flat organization-model.md.
2026-07-18 10:45:48 +02:00

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3.2 KiB
Markdown

# Tuxflotte Backend API v1
## Zweck
Die Backend-API definiert die Schnittstelle zwischen dem Tuxflotte-Orchestrator und den distributionsspezifischen Backends.
Der Orchestrator kennt keine distributionsabhängigen Details. Er ruft ausschließlich die in diesem Dokument definierten Funktionen auf.
Jedes Backend muss diese Schnittstelle implementieren.
---
# Backend-Verzeichnis
Beispiel:
```text
backends/
├── fedora/
│ ├── backend.sh
│ ├── kickstart.tpl
│ └── README.md
├── mint/
│ ├── backend.sh
│ ├── autoinstall.tpl
│ └── README.md
```
---
# Lebenszyklus
Der Orchestrator arbeitet immer in derselben Reihenfolge:
```text
backend_init()
backend_validate()
backend_generate_config()
backend_launch()
backend_postinstall()
```
---
# Pflichtfunktionen
## backend_init()
Initialisiert das Backend.
Aufgaben:
* Backend-Version prüfen
* benötigte Werkzeuge prüfen
* Templates laden
* interne Variablen initialisieren
Rückgabe:
* 0 = erfolgreich
* ungleich 0 = Fehler
---
## backend_validate()
Prüft, ob das Runtime Blueprint mit diesem Backend kompatibel ist.
Beispiele:
* unterstützte Distribution
* unterstützte Version
* unterstützte Architektur
Rückgabe:
* 0 = Profil gültig
* ungleich 0 = Profil ungültig
---
## backend_generate_config()
Erzeugt die installationsspezifischen Konfigurationsdateien.
Beispiele:
Fedora:
* Kickstart-Datei
Ubuntu:
* Autoinstall-Konfiguration
Debian:
* Preseed-Datei
Mint:
* distributionsabhängige Antwortdatei
Ausgabe:
Konfigurationsdateien im Laufzeitverzeichnis.
---
## backend_launch()
Startet den nativen Installer.
Beispiele:
* Anaconda
* Calamares
* Debian Installer
* Subiquity
Ab diesem Zeitpunkt übernimmt der Installer der Distribution die eigentliche Installation.
---
## backend_postinstall()
Vorbereitung für den ersten Start.
Beispiele:
* Provisioning-Agent installieren oder aktivieren
* Erststart-Konfiguration vorbereiten
* Registrierung am Provisioning-Server vorbereiten
---
# Optionale Funktionen
Ein Backend kann zusätzliche Funktionen bereitstellen.
Beispiele:
* backend_upgrade()
* backend_cleanup()
* backend_debug()
Der Orchestrator verwendet ausschließlich die Pflichtfunktionen.
---
# Laufzeitdaten
Der Orchestrator stellt dem Backend alle benötigten Informationen bereit.
Beispiele:
* Runtime Blueprint
* Zielsystem
* Hardwareinformationen
* Netzwerk
* Laufzeitverzeichnis
* Installationszeitliche Vorgaben der Bereitstellungsvorlage (zum Beispiel Partitionierung, Datenträgerverschlüsselung, Secure-Boot-Pflicht)
Diese Vorgaben fließen direkt in `backend_generate_config()` ein. Sie sind kein Bestandteil der Merkmal-Blueprints (siehe `12-feature-blueprint-model.md`), sondern Teil der gewählten Bereitstellungsvorlage selbst.
Backends greifen nicht direkt auf andere Module zu.
---
# Fehlerbehandlung
Jede Backend-Funktion liefert einen Rückgabecode.
Der Orchestrator entscheidet, ob:
* erneut versucht wird,
* abgebrochen wird,
* oder der Benutzer eingreifen muss.
---
# Grundsatz
Backends enthalten ausschließlich distributionsspezifische Logik.
Der Tuxflotte-Kern bleibt distributionsneutral.