The previous Auto-Modus-Gate rule unconditionally forced new devices into the interactive flow because no better mechanism was known yet. Enrollment Sessions (11-device-enrollment.md) already solve planned bulk rollouts, but not a single, spontaneously booted new device. New devices in auto mode now go on hold after the identification handshake and wait for a customer to confirm registration and assign a workspace via the future management UI, reusing the same fail-closed poll mechanism already planned for the interactive flow's kiosk communication (ADR-0007). Devices covered by an active Enrollment Session are unaffected and remain fully unattended. Co-Authored-By: Claude Sonnet 5 <noreply@anthropic.com>
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ADR-0008: Portal-Bestätigung für Neugeräte im Auto-Modus ohne Enrollment Session
Status: Beschlossen Datum: 23.07.2026
Kontext
13-live-provisioning-boot.md (Abschnitt "Auto-Modus-Gate") legte bisher fest, dass ein unbekanntes Gerät (registration_status == "registered") niemals den automatisierten Ablauf durchläuft, unabhängig vom gewählten Bootmenüeintrag — die Geräteaufnahme blieb ausnahmslos an eine lokale, interaktive Bestätigung gebunden. Diese Formulierung war der Situation geschuldet, dass zum Zeitpunkt der ursprünglichen Entscheidung noch keine bessere Umsetzung für eine unbeaufsichtigte Neugeräte-Provisionierung im Auto-Modus vorlag.
11-device-enrollment.md beschreibt daneben bereits Enrollment Sessions: zeitlich begrenzte, organisationsgebundene Vorab-Freigaben für geplante Massenrollouts (maximale Geräteanzahl, erlaubte Bereitstellungsvorlagen, widerrufbar, auditierbar). Diese lösen den Fall eines geplanten Rollouts, aber nicht den Fall eines einzelnen, spontan gebooteten Neugeräts ohne vorab eingerichtete Session — genau diese Lücke schließt die vorliegende Entscheidung.
Entscheidung
Ein neues Gerät (registration_status == "registered"), das im Auto-Modus bootet und nicht durch eine aktive Enrollment Session abgedeckt ist, wird nicht mehr zwingend in den interaktiven Ablauf gezwungen. Stattdessen:
- Das Gerät durchläuft den üblichen Identifikations-Handshake (Geräte-ID wird dem Provisioning Server bekanntgegeben).
- Es geht anschließend in einen Wartezustand ("on hold") über — die destruktive Installation beginnt nicht.
- Ein Kunde bestätigt über die künftige Verwaltungsoberfläche die Registrierung des Geräts und weist ihm einen Workspace zu.
- Erst nach dieser serverseitig vermerkten, zentralen Bestätigung überschreitet der Orchestrator den Commit Point.
Damit ergeben sich für neue Geräte im Auto-Modus zwei Freigabewege, die sich nicht überschneiden, sondern ergänzen:
- Mit abdeckender Enrollment Session: vollständig unbeaufsichtigt, wie ursprünglich für Massenrollouts vorgesehen — die Vorab-Freigabe der Session deckt die Autorisierung ab.
- Ohne abdeckende Enrollment Session: Einzel-Bestätigung über das Portal, wie oben beschrieben — für den spontanen, ungeplanten Fall.
Die beiden Bootmodi bleiben dadurch klar unterscheidbar:
- auto: bei Neugeräten ist stets eine zentrale Bestätigung/Festlegung notwendig — vorab durch eine Enrollment Session, oder nachträglich durch eine Portal-Bestätigung.
- interaktiv: der Benutzer bestätigt und konfiguriert lokal am Gerät, ohne dass parallel eine zentrale Aktion nötig wäre.
Für bereits bekannte Geräte (registration_status == "existing") ändert sich nichts — die automatisierte Reprovisionierung ohne erneute Bestätigung bleibt wie in 11-device-enrollment.md beschrieben.
Konsequenzen
- Der Auto-Modus für Neugeräte ohne Enrollment Session ist ohne ein funktionierendes Verwaltungsportal (Registrierung + Workspace-Zuweisung) nicht nutzbar. Für den aktuellen Piloten irrelevant — dort kommt der interaktive Modus zum Einsatz (siehe Pilot-Roadmap).
- Technisch lässt sich der Wartezustand mit demselben Fail-Closed-Baustein umsetzen, der für den interaktiven Ablauf bereits vorgesehen ist:
25_installation_confirm.shpollt im Auto-Modus den Server auf einen expliziten Freigabe-Zustand, statt eine TTY-Eingabe zu lesen — dieselbe Grundmechanik wie in ADR-0007 für die Kiosk-Kommunikation festgelegt. - Kein statisches Geheimnis auf dem Medium (Aktivierungscode o.ä.) autorisiert je allein eine destruktive Aktion — konsistent mit der in
11-device-enrollment.mdohnehin schon vorgesehenen schrittweisen Ablösung des Aktivierungscodes. - Offen, nicht Teil dieser Entscheidung: das genaue Zusammenspiel zwischen Enrollment Session und Workspace-Zuweisung — ob eine Session mit genau einer erlaubten Bereitstellungsvorlage die Workspace-Wahl implizit vorwegnimmt, oder ob auch dort noch ein einzelner Bestätigungsschritt nötig ist.
13-live-provisioning-boot.md(Auto-Modus-Gate) und11-device-enrollment.mdwerden entsprechend angepasst.