# Tuxflotte Glossary **Status:** Stable **Datum:** 2026-07-07 ## Workspace Ein fachlich definierter Arbeitsplatz. Ein Workspace beschreibt, welchen Zielzustand ein System haben soll. Beispiele: - Developer Workspace - Office Workspace - Kiosk Workspace Ein Workspace ist nicht distributionsabhängig. ## Backend Eine distributionsspezifische Implementierung. Ein Backend beschreibt, wie ein Workspace auf einer bestimmten Distribution installiert wird. Beispiele: - Fedora Backend - Mint Backend - Debian Backend ## Organization Eine Organisation beschreibt kunden- oder unternehmensweite Vorgaben. Beispiele: - Zertifikate - LDAP - Keycloak - Paketquellen - Proxy - Branding - VPN - Monitoring ## Merkmal Eine einzelne fachliche Eigenschaft eines Workspace, distributionsunabhängig benannt. Beispiele: - browser-brave - office-onlyoffice - guest-session-ephemeral Ein Workspace besteht aus einer Menge von Merkmalen. ## Blueprint Die technische Umsetzung genau eines Merkmals für genau ein Backend. Ein Blueprint ist im Regelfall eine Ansible-Rolle beziehungsweise -Aufgabe, die nach dem ersten Start über den bestehenden Ansible-Pull-Mechanismus angewendet wird. Details: `architecture/12-feature-blueprint-model.md`. ## Auftragskatalog Die Menge der Merkmale, die zusätzlich zur Workspace-Zugehörigkeit direkt einem einzelnen, bereits provisionierten Device zugewiesen und wieder entzogen werden können. Ein Auftrag ist fachlich und technisch ein Merkmal (`im_auftragskatalog = true`) — kein eigenständiges Modell. Der Unterschied zur gewöhnlichen Workspace-Zuweisung ist ausschließlich der Zuweisungsweg: geräteweise und jederzeit veränderbar, statt fix über die Bereitstellungsvorlage zum Installationszeitpunkt. Aufträge werden zur besseren Übersicht optional einer Kategorie zugeordnet. Details: `architecture/09-data-model-v1.md`, ADR-0010. ## Kategorie Eine Gruppierung von Merkmalen im Auftragskatalog, ausschließlich zur Darstellung — ohne fachliche Wirkung auf die Anwendung eines Merkmals. ## Runtime Blueprint Die zur Installationszeit erzeugte vollständige Zielbeschreibung. Sie entsteht aus: - den aufgelösten Blueprints der Merkmale des Workspace für das gewählte Backend - direkten Organization- und Backend-Vorgaben (zum Beispiel Partitionierung, Verschlüsselung) - optional Benutzerkontext ## Orchestrator Die Komponente der Provisioning-ISO, die den Ablauf steuert. Der Orchestrator erkennt Hardware, lädt Profile, erzeugt Runtime Blueprints und startet das passende Backend. ## Provisioning Agent Der Agent läuft auf dem installierten System und übernimmt Registrierung, Nachkonfiguration, Inventarisierung und Lebenszyklusaufgaben. ## Native Installer Der offizielle Installer der jeweiligen Distribution. Beispiele: - Anaconda - Calamares - Debian Installer - Subiquity ## Auto-Modus Ein Bootmodus der Provisionierungs-ISO, in dem Bereitstellungsvorlage-Auswahl und Commit-Point-Bestätigung ohne Benutzereingabe erfolgen. Nur für bereits registrierte Geräte zulässig (`device.registration_status == "existing"`). Details: `architecture/13-live-provisioning-boot.md`. ## Interaktiv-Modus Der in F-005 (`architecture/10-interactive-provisioning-flow.md`) beschriebene Ablauf mit expliziter Benutzerinteraktion bei Bereitstellungsvorlage-Auswahl und Installationsbestätigung.