docs: Gegenlese aller 19 ADRs - zwei lange vorgemerkte Diskrepanzen endlich behoben

ADR-0006: Der zitierte Befehl (epiphany --application-mode --profile=...)
wurde nachweislich nie ausgeliefert - ADR-0004s eigene, einen Tag später
datierte Folgeuntersuchung (Fund 2) stellte fest, dass --application-mode
für skriptgesteuerte Einrichtung unbrauchbar ist. Der tatsächlich seit dem
allerersten Commit ausgelieferte Befehl (start-kiosk.sh) nutzt nur
--profile, nie --application-mode. Diese Diskrepanz wurde beim ersten
Lesen von ADR-0004/0006 in einer früheren Session bereits bemerkt, aber
nie zu Ende verfolgt - jetzt korrigiert, an beiden Stellen (Entscheidung +
Konsequenzen), inkl. Verifikation gegen den echten Code.

ADR-0004: 'grouped-window-list@cinnamon.org' war von Anfang an falsch
dokumentiert - der Code verwendet seit demselben Ausgangscommit bewusst
das einfache 'window-list@cinnamon.org' (Begründung stand nur als
Code-Kommentar: die gruppierte Variante brachte ungewollte Pinned-Apps-
Starter mit). Kein späterer Kurswechsel, sondern ein Autorenfehler im
ADR selbst.

ADR-0018: kleinere Wortwahlkorrektur ('gestrichelte' -> 'durchgezogene'
Konturlinien - das SVG hat kein stroke-dasharray, die Linien sind nicht
gestrichelt).

Alle 19 ADRs vollständig neu gelesen (nicht nur grep-Stichproben),
Cross-Referenzen und Struktur erneut geprüft - sonst keine weiteren
Funde.

Co-Authored-By: Claude Sonnet 5 <noreply@anthropic.com>
This commit is contained in:
Thomas Stallinger 2026-08-23 10:01:13 +02:00
parent a35c7e4d54
commit e96fbd4733
3 changed files with 7 additions and 3 deletions

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@ -59,4 +59,6 @@ Alle drei lokal auf Korrektheit der dconf-Syntax geprüft (`dconf write`/`dconf
Der erste Versuch, das Panel per `panels-enabled = []` komplett zu entfernen, löste beim echten Boot-Test Cinnamons eigenen Sicherheits-Dialog aus: "You don't have any panels added. Do you want to open panel settings?" — im Cinnamon-Quellcode (`js/ui/panel.js`, ~Zeile 879) fest verdrahtet als Reaktion auf eine Laufzeit-**Änderung** von `panels-enabled` auf leer (nicht beim Sitzungsstart selbst, da unser Autostart-Skript den Wert erst nach dem Start von Cinnamon ändert) — keine Möglichkeit, ihn zu unterdrücken, ohne die Panel-Anzahl unverändert zu lassen.
Fix, mit Absicht so gewählt statt eines echten Null-Panel-Setups (das bräuchte einen systemweiten dconf-Default vor dem Cinnamon-Start, deutlich mehr Aufwand/Risiko): `panels-enabled` bleibt unangetastet, stattdessen wird nur `enabled-applets` auf zwei nützliche Einträge reduziert — `grouped-window-list@cinnamon.org` (damit ein Nutzer ein versehentlich minimiertes Epiphany-Fenster wiederherstellen kann) und `power@cinnamon.org` (Shutdown/Reboot bleiben erreichbar). Alle anderen Applets (Menü, Systray, Uhr, Workspace-Switcher etc.) entfernt. Lokal auf dconf-Syntax geprüft. Noch nicht per Boot verifiziert.
Fix, mit Absicht so gewählt statt eines echten Null-Panel-Setups (das bräuchte einen systemweiten dconf-Default vor dem Cinnamon-Start, deutlich mehr Aufwand/Risiko): `panels-enabled` bleibt unangetastet, stattdessen wird nur `enabled-applets` auf zwei nützliche Einträge reduziert — `window-list@cinnamon.org` (damit ein Nutzer ein versehentlich minimiertes Epiphany-Fenster wiederherstellen kann) und `power@cinnamon.org` (Shutdown/Reboot bleiben erreichbar). Alle anderen Applets (Menü, Systray, Uhr, Workspace-Switcher etc.) entfernt. Lokal auf dconf-Syntax geprüft. Noch nicht per Boot verifiziert.
**Korrigiert (23.08.2026, bei der Gegenlese gegen den tatsächlich ausgelieferten Code gefunden):** Der oben genannte `grouped-window-list@cinnamon.org` war ein Fehler in diesem ADR selbst, nicht eine spätere Kursänderung — `live-updates/opt/tuxflotte/kiosk/start-kiosk.sh` verwendet laut Git-Historie seit dem allerersten Commit (22.07.2026) durchgehend die einfache Variante `window-list@cinnamon.org`, bewusst nicht die gruppierte: Letztere liefert standardmäßig feste „Pinned Apps"-Starter (`firefox.desktop`, `org.gnome.Terminal.desktop`, `nemo.desktop`) mit, die auch nach Entfernen aller anderen Applets im Panel sichtbar blieben — die einfache Variante kennt kein Pinned-Apps-Konzept, zeigt ausschließlich tatsächlich offene Fenster. Diese Begründung stand nur als Code-Kommentar, nie in diesem Dokument.

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@ -20,6 +20,8 @@ Der vierte Fix behob das ICU-Problem nachweislich (lokal per `strace` verifizier
Zurück zu Epiphany im Application-Mode (`epiphany --application-mode --profile=/home/liveuser/.local/share/tuxflotte-kiosk`, wie ursprünglich in ADR-0004 beschrieben), trotz sichtbarer Adressleiste und Fenstermenü.
**Korrigiert (23.08.2026, bei der Gegenlese gefunden):** Der hier genannte Befehl wurde so nie ausgeliefert. ADR-0004s eigene, einen Tag später datierte Folgeuntersuchung (Fund 2, 22.07.2026) stellte fest, dass `--application-mode` für eine rein skriptgesteuerte Einrichtung unbrauchbar ist (verlangt eine nur per GUI erzeugbare Webapp-Registrierung) — der tatsächlich funktionierende und bis heute unverändert ausgelieferte Befehl (`live-updates/opt/tuxflotte/kiosk/start-kiosk.sh`, seit dem allerersten Commit vom 22.07.2026) ist `epiphany --profile=/home/liveuser/.local/share/tuxflotte-kiosk ...`, ganz **ohne** `--application-mode`. Dieses Dokument wurde nie mit diesem am selben Tag gewonnenen Fund nachgezogen — die grundsätzliche Entscheidung dieses ADRs (zurück zu Epiphany, sichtbare Adressleiste bewusst in Kauf genommen) bleibt davon unberührt, nur der zitierte Befehl war falsch.
Das ist explizit kein Kompromiss unter Zeitdruck, sondern eine bewusste Neubewertung des ursprünglichen Ablehnungsgrundes: die sichtbare Adressleiste ist in der Praxis kaum relevant, weil
- der angezeigte Inhalt zentral vom Provisioning Server bereitgestellt wird, nicht hartkodiert auf der ISO liegt — es gibt keine sensiblen, auf dem Medium gespeicherten Inhalte, die ein Benutzer über die Adressleiste erreichen könnte,
@ -34,7 +36,7 @@ Die kosmetische Frage (Epiphany doch noch vollständig chromelos bekommen, z.B.
`scripts/build.sh`: `install_chromium()` und ihr Aufruf entfernt, `check_dependencies()` verlangt wieder nur `xorriso`, kein Root/`dnf`/Internetzugriff mehr nötig für den Build. `tuxflotte-installer/build-deps/` (Fedora-GPG-Key) entfernt, da nicht mehr referenziert.
`tuxflotte-installer.desktop`: wieder `epiphany --application-mode --profile=...` wie vor ADR-0005.
`tuxflotte-installer.desktop`: wieder `epiphany --profile=...` wie vor ADR-0005 (siehe Korrektur oben zum tatsächlichen Befehl — ohne `--application-mode`).
ADR-0005 bleibt als historischer Datensatz stehen (git-loses Repo — das ist die einzige Quelle für die dort dokumentierten, tatsächlich funktionierenden Techniken: Isolation unter `/opt`, Loader-Relokation für `/proc/self/exe`, SquashFS-Verpackung), gilt aber als überholt/verworfen.

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@ -11,7 +11,7 @@
**Logo:** `pics/tuxflotte-beschriftet-schatten.svg` wird unverändert als `kundenplattform/static/tuxflotte-logo.svg` eingebunden und erscheint im Header links vom Markennamen, auf jeder Seite der Anwendung — auch auf der Login-Seite, da diese wie alle Templates von `base.html` erbt und der Header dort nicht an einen eingeloggten Nutzer gebunden ist.
Vor dem Einbau wurde das SVG probehalber als PNG gerendert (`convert`, sowohl auf hellem als auch auf dunklem Hintergrund) und visuell geprüft, statt es ungesehen zu verlinken: Das Bild besteht ausschließlich aus gestrichelten Konturen in Markenblau (`rgb(52,101,164)`, dieselbe Farbe wie im bestehenden GRUB-Farbschema) ohne deckende Hintergrundfläche — funktioniert dadurch unverändert in beiden Farbschemata (hell/dunkel), ohne eine eigene Variante pflegen zu müssen. Als Nebenbefund zeigte die Vorschau, dass das Bildmotiv selbst bereits die Wortmarke „Tux"/„Flotte" enthält — ein zusätzlicher, ungeplanter Beleg dafür, dass die parallel entschiedene Umbenennung (siehe unten) zum bestehenden Markenbild passt, nicht umgekehrt konstruiert.
Vor dem Einbau wurde das SVG probehalber als PNG gerendert (`convert`, sowohl auf hellem als auch auf dunklem Hintergrund) und visuell geprüft, statt es ungesehen zu verlinken: Das Bild besteht ausschließlich aus durchgezogenen Konturlinien in Markenblau (`rgb(52,101,164)`, dieselbe Farbe wie im bestehenden GRUB-Farbschema) ohne deckende Hintergrundfläche — funktioniert dadurch unverändert in beiden Farbschemata (hell/dunkel), ohne eine eigene Variante pflegen zu müssen. Als Nebenbefund zeigte die Vorschau, dass das Bildmotiv selbst bereits die Wortmarke „Tux"/„Flotte" enthält — ein zusätzlicher, ungeplanter Beleg dafür, dass die parallel entschiedene Umbenennung (siehe unten) zum bestehenden Markenbild passt, nicht umgekehrt konstruiert.
Das Original in `pics/` bleibt unangetastet und unoptimiert (ungenutzter LibreOffice-Export-Boilerplate wie leere Bullet-Char-Templates); die kopierte Version in `static/` wird bewusst nicht bereinigt, um das Quellbild nicht anzufassen — bei ca. 78 KB und einmaligem Laden pro Browser-Sitzung (danach gecacht) kein spürbares Performance-Thema für die aktuelle Nutzungsgröße.