diff --git a/architecture/13-live-provisioning-boot.md b/architecture/13-live-provisioning-boot.md index bb0e788..2885ca0 100644 --- a/architecture/13-live-provisioning-boot.md +++ b/architecture/13-live-provisioning-boot.md @@ -60,7 +60,7 @@ Provisioning Agent läuft erstmalig (voller Treibersatz des installierten **Netinstall vs. DVD/Everything — Kundenwahl, kein Tuxflotte-Standard:** Beide Medienvarianten haben einen echten, sich ausschließenden Nachteil. Netinstall braucht bei der Installation selbst Netzwerk (Pakete vom Mirror) — riskant bei WLAN-only-Zielhardware, falls das Installer-Image dafür keinen passenden Treiber mitbringt (real beobachtet, siehe ADR-0009). DVD/Everything braucht dafür keine Netz zur Installationszeit, kann aber veraltet sein (Nachholbedarf beim ersten Update nach der Installation). Welche Variante sinnvoll ist, hängt vom Einsatzkontext des Kunden ab (kabelgebundene Rechner beim Erstboot vs. mobile, nur-WLAN-Geräte) — das wird deshalb als Kundenoption im Self-Service-Profil geführt, nicht als projektweite Festlegung. Tuxflotte muss beide Basis-Varianten pro Backend bauen/pflegen können, aber nicht zwangsläufig für jeden Backend sofort beide. -**Entschieden für das Mint-Backend (31.07.2026):** Diese Wahl gilt nicht für jedes Backend gleichermaßen. Mint gibt selbst gar keine Netinstall-Variante heraus, nur die Live-Desktop-ISOs (Cinnamon/MATE/Xfce) — die sind von Natur aus schon die „fette", selbstständige Variante (Pakete im Squashfs, keine Netzabhängigkeit bei der Installation). Für Mint entfällt die Abwägung deshalb ersatzlos: nur die selbstständige Variante existiert, keine Kundenwahl nötig. Eine echte Netinstall-Alternative gäbe es nur über reines Ubuntu (z. B. Server-Netinstall mit Subiquity), das wäre dann ein eigenständiger Backend, nicht „Mint". +**Entschieden für das Mint-Backend (31.07.2026):** Diese Wahl gilt nicht für jedes Backend gleichermaßen. Mint gibt selbst gar keine Netinstall-Variante heraus, nur die Live-Desktop-ISOs (Cinnamon/MATE/Xfce) — die sind von Natur aus schon die „fette", selbstständige Variante (Pakete im Squashfs, keine Netzabhängigkeit bei der Installation). Für Mint entfällt die Abwägung deshalb ersatzlos: nur die selbstständige Variante existiert, keine Kundenwahl nötig. Eine echte Netinstall-Alternative gäbe es nur über reines Ubuntu (z. B. Server-Netinstall mit Subiquity) oder Debian-Netinstall (klassischer Debian-Installer, gleiche Preseed-Familie wie Ubiquity, daher näher verwandt) — beides jeweils ein eigenständiger Backend, nicht „Mint". Vom Nutzer explizit als "können wir irgendwann nachreichen" eingeordnet — kein aktueller Bedarf, nur für später vorgemerkt. **Agent statt Kickstart-`%post`:** Die Anwendung des Runtime Blueprints (Ansible) bleibt explizit Aufgabe des Provisioning Agent, nicht der Kickstart-`%post`-Sektion — das war schon vorher so dokumentiert (`06-backend-api.md`), wird durch dieses Update nur bestätigt, nicht neu festgelegt. Der Agent selbst ist als Paket Teil der personalisierten Installation.