Fedora-Installer wurde zurückgestellt (Installationsprobleme), Fokus liegt jetzt auf Mint, später weitere Distros. Beide Rollen sind über Flatpak implementiert und damit schon jetzt distributionsunabhängig - die "-fedora"-Benennung war irreführend. Konvention: kein Suffix = bewusst distro-unabhängig (wie schon guest-session), "-mint"/"-fedora"-Suffix nur für tatsächlich distro-spezifische Logik. roles/brave-fedora -> roles/brave, roles/onlyoffice-fedora -> roles/onlyoffice, Marker-Dateinamen und Task-Namen angepasst, site.yml und README aktualisiert. Co-Authored-By: Claude Sonnet 5 <noreply@anthropic.com>
ansible-content
Ansible-Rollen, die der Tuxflotte Provisioning Agent per ansible-pull gegen installierte Geräte anwendet.
Rollennamen entsprechen 1:1 der Spalte ansible_role in der blueprints-Tabelle des Provisioning-Servers (siehe provisioning-server/migrations/0005_seed_workspace_backend_blueprint_data.sql).
Namenskonvention: Der Fedora-Installer wurde zurückgestellt (Installationsprobleme, Pilot-Schulen laufen auf Mint) — aktueller Fokus liegt auf dem Management von Mint-Geräten, später weiteren Distros, ggf. auch wieder Fedora. Rollen ohne Distro-Suffix (z.B. brave, onlyoffice, guest-session) sind bewusst distributionsunabhängig gebaut und laufen auf jedem unterstützten Backend. Ein -mint-Suffix kennzeichnet eine Rolle, die tatsächlich Mint/Debian-spezifische Logik braucht (aktuell keine vorhanden). Kein Backend-Name sollte für eine Rolle stehen, die eigentlich generisch funktioniert.
site.yml bindet jede Rolle unter einem zu ihrem Namen passenden Tag ein. Der Agent ruft sie über:
ansible-pull -U <repo-url> --tags <rolle1>,<rolle2>,... -i localhost, site.yml
Aktueller Stand
Alle drei Rollen haben echten Inhalt (Stand 2026-08-04) — die Marker-Dateien unter /run/tuxflotte/agent/applied/<rolle>.marker bleiben zusätzlich als schneller E2E-Nachweis bestehen, sind aber nicht mehr der eigentliche Effekt der Rollen:
guest-session: echte flüchtige Gastsitzung. Lokaler Usergast, Login ohne Passwort über dienopasswdlogin-Gruppenkonvention,$HOMEperpam_namespace-Polyinstantiation (/etc/security/namespace.conf) als tmpfs — wird bei Sitzungsende automatisch verworfen, kein Cleanup-Skript nötig. PAM-Dateilayout unterscheidet sich zwischen RedHat- (gdm-password/postlogin) und Debian-Familie (lightdm/common-session) und wird überansible_facts['os_family']erkannt, da derselbe Rollenname für beide Backends (fedora,mint) verwendet wird.brave: Installation von Brave via Flatpak/Flathub (community.general.flatpak) — distributionsunabhängig, läuft für beide Backends. Unterstützt zusätzlich die Auftragskatalog-Optionstandardbrowser(siehe unten).onlyoffice: Installation von OnlyOffice Desktop Editors via Flatpak/Flathub — ebenfalls distributionsunabhängig.
Neue Abhängigkeit: die community.general-Collection (Module flatpak, flatpak_remote, ini_file). Auf der Zielplattform muss sie installiert sein — auf der bisherigen Test-VM (Linux Mint) bereits vorhanden (ansible-collection-community-general), auf frisch installierten Fedora-Geräten ggf. per ansible-galaxy collection install community.general oder passendes RPM-Paket sicherstellen.
present/absent (Auftragskatalog, ADR-0010)
Merkmale, die für die geräteweise Ad-hoc-Zuweisung über den Auftragskatalog freigegeben sind (merkmale.im_auftragskatalog = true), können nicht nur zugewiesen, sondern auch wieder abgewählt werden — und das muss real etwas zurückbauen, nicht nur zukünftige Anwendung verhindern.
Dafür reicht der Agent bei jedem ansible-pull-Lauf eine Variable tuxflotte_auftrag_states durch (Rollenname → "present"/"absent", aus der Check-in-Antwort auftraege), die site.yml pro Rolle als tuxflotte_state an die jeweilige Rolle weiterreicht. Rollen, die dort nicht auftauchen (zum Beispiel weil sie nur workspace-komponiert sind, nicht katalogfähig), laufen unverändert additiv über --tags, ohne absent-Zustand — siehe tuxflotte_auftrag_states.get(<rolle>, 'present') in site.yml.
Jede Rolle, die katalogfähig werden soll, muss deshalb ihre Tasks auf tuxflotte_state verzweigen:
- name: <Merkmal anwenden>
...
when: tuxflotte_state == "present"
- name: <Merkmal zurückbauen>
...
when: tuxflotte_state == "absent"
tuxflotte_state hat in roles/<name>/defaults/main.yml den Default present, damit die Rolle auch bei direkter Verwendung ohne die site.yml-Verdrahtung nicht auf eine undefinierte Variable trifft.
Rollen, die nie katalogfähig werden (rein workspace-komponierte Merkmale), brauchen keinen absent-Zweig — das ist bewusst kein Zwang für alle Rollen, nur für die, die tatsächlich im Auftragskatalog landen.
optionen (Auswahl-Parameter je Zuweisung)
Über die reine present/absent-Zuweisung hinaus kann eine Auftragskatalog-Zuweisung zusätzliche, rollenspezifische Optionen tragen (device_merkmale.optionen, JSONB) — z.B. {"standardbrowser": true} bei browser-brave. Der Server kennt die Bedeutung dieser Optionen nicht, reicht sie nur unverändert durch (Check-in-Antwort auftraege[].optionen).
Der Agent baut daraus tuxflotte_auftrag_optionen (Rollenname → optionen-Dict) als zweites --extra-vars-Feld neben tuxflotte_auftrag_states. site.yml reicht es pro Rolle als tuxflotte_optionen durch (Default {}, falls die Rolle nicht in der Map auftaucht). Nur Rollen, die tatsächlich Optionen brauchen, lesen die Variable (aktuell nur brave) — für alle anderen ist sie ungenutzt.
Neue Rolle hinzufügen
- Namenskonvention beachten: distributionsunabhängig gebaut → kein Suffix (
<name>), tatsächlich distro-spezifische Logik → Suffix (<name>-mint, ggf. später<name>-fedora). Im Zweifel distributionsunabhängig bauen (sieheguest-sessionsos_family-Erkennung als Vorbild) statt vorschnell zu suffixen. roles/<name>/tasks/main.ymlanlegenroles/<name>/defaults/main.ymlmittuxflotte_state: presentanlegen- Eintrag in
site.ymlmittags: <name>undvars: tuxflotte_state: "{{ tuxflotte_auftrag_states.get('<name>', 'present') }}"ergänzen - Entsprechenden
ansible_role-Wert in derblueprints-Tabelle referenzieren - Nur falls die Rolle katalogfähig werden soll (
im_auftragskatalog = true): Tasks wie oben auftuxflotte_stateverzweigen, sonst reicht der additive Pfad ohnewhen