Thomas Stallinger 8cd3f13dac fix: nopasswdlogin-PAM-Zeile nicht duplizieren (Debian-Familie)
lineinfile matchte bisher nur exakten Text - Debian/LightDM liefert eine
Zeile mit identischer Wirkung, aber anderer Formatierung mit, wurde also
nicht erkannt und stattdessen dupliziert. regexp behebt das für den
present-Task; der absent-Task bleibt bewusst beim exakten String-Match,
damit er nie die von der Distribution mitgelieferte Zeile entfernt.

Gefunden bei der E2E-Verifikation auf der QEMU-Test-VM.

Co-Authored-By: Claude Sonnet 5 <noreply@anthropic.com>
2026-08-04 15:48:52 +02:00

ansible-content

Ansible-Rollen, die der Tuxflotte Provisioning Agent per ansible-pull gegen installierte Geräte anwendet.

Rollennamen entsprechen 1:1 der Spalte ansible_role in der blueprints-Tabelle des Provisioning-Servers (siehe provisioning-server/migrations/0005_seed_workspace_backend_blueprint_data.sql).

site.yml bindet jede Rolle unter einem zu ihrem Namen passenden Tag ein. Der Agent ruft sie über:

ansible-pull -U <repo-url> --tags <rolle1>,<rolle2>,... -i localhost, site.yml

Aktueller Stand

Alle drei Rollen haben echten Inhalt (Stand 2026-08-04) — die Marker-Dateien unter /run/tuxflotte/agent/applied/<rolle>.marker bleiben zusätzlich als schneller E2E-Nachweis bestehen, sind aber nicht mehr der eigentliche Effekt der Rollen:

  • guest-session: echte flüchtige Gastsitzung. Lokaler User gast, Login ohne Passwort über die nopasswdlogin-Gruppenkonvention, $HOME per pam_namespace-Polyinstantiation (/etc/security/namespace.conf) als tmpfs — wird bei Sitzungsende automatisch verworfen, kein Cleanup-Skript nötig. PAM-Dateilayout unterscheidet sich zwischen RedHat- (gdm-password/postlogin) und Debian-Familie (lightdm/common-session) und wird über ansible_facts['os_family'] erkannt, da derselbe Rollenname für beide Backends (fedora, mint) verwendet wird.
  • brave-fedora: Installation von Brave via Flatpak/Flathub (community.general.flatpak). Unterstützt zusätzlich die Auftragskatalog-Option standardbrowser (siehe unten).
  • onlyoffice-fedora: Installation von OnlyOffice Desktop Editors via Flatpak/Flathub.

Neue Abhängigkeit: die community.general-Collection (Module flatpak, flatpak_remote, ini_file). Auf der Zielplattform muss sie installiert sein — auf der bisherigen Test-VM (Linux Mint) bereits vorhanden (ansible-collection-community-general), auf frisch installierten Fedora-Geräten ggf. per ansible-galaxy collection install community.general oder passendes RPM-Paket sicherstellen.

present/absent (Auftragskatalog, ADR-0010)

Merkmale, die für die geräteweise Ad-hoc-Zuweisung über den Auftragskatalog freigegeben sind (merkmale.im_auftragskatalog = true), können nicht nur zugewiesen, sondern auch wieder abgewählt werden — und das muss real etwas zurückbauen, nicht nur zukünftige Anwendung verhindern.

Dafür reicht der Agent bei jedem ansible-pull-Lauf eine Variable tuxflotte_auftrag_states durch (Rollenname → "present"/"absent", aus der Check-in-Antwort auftraege), die site.yml pro Rolle als tuxflotte_state an die jeweilige Rolle weiterreicht. Rollen, die dort nicht auftauchen (zum Beispiel weil sie nur workspace-komponiert sind, nicht katalogfähig), laufen unverändert additiv über --tags, ohne absent-Zustand — siehe tuxflotte_auftrag_states.get(<rolle>, 'present') in site.yml.

Jede Rolle, die katalogfähig werden soll, muss deshalb ihre Tasks auf tuxflotte_state verzweigen:

- name: <Merkmal anwenden>
  ...
  when: tuxflotte_state == "present"

- name: <Merkmal zurückbauen>
  ...
  when: tuxflotte_state == "absent"

tuxflotte_state hat in roles/<name>/defaults/main.yml den Default present, damit die Rolle auch bei direkter Verwendung ohne die site.yml-Verdrahtung nicht auf eine undefinierte Variable trifft.

Rollen, die nie katalogfähig werden (rein workspace-komponierte Merkmale), brauchen keinen absent-Zweig — das ist bewusst kein Zwang für alle Rollen, nur für die, die tatsächlich im Auftragskatalog landen.

optionen (Auswahl-Parameter je Zuweisung)

Über die reine present/absent-Zuweisung hinaus kann eine Auftragskatalog-Zuweisung zusätzliche, rollenspezifische Optionen tragen (device_merkmale.optionen, JSONB) — z.B. {"standardbrowser": true} bei browser-brave. Der Server kennt die Bedeutung dieser Optionen nicht, reicht sie nur unverändert durch (Check-in-Antwort auftraege[].optionen).

Der Agent baut daraus tuxflotte_auftrag_optionen (Rollenname → optionen-Dict) als zweites --extra-vars-Feld neben tuxflotte_auftrag_states. site.yml reicht es pro Rolle als tuxflotte_optionen durch (Default {}, falls die Rolle nicht in der Map auftaucht). Nur Rollen, die tatsächlich Optionen brauchen, lesen die Variable (aktuell nur brave-fedora) — für alle anderen ist sie ungenutzt.

Neue Rolle hinzufügen

  1. roles/<name>/tasks/main.yml anlegen
  2. roles/<name>/defaults/main.yml mit tuxflotte_state: present anlegen
  3. Eintrag in site.yml mit tags: <name> und vars: tuxflotte_state: "{{ tuxflotte_auftrag_states.get('<name>', 'present') }}" ergänzen
  4. Entsprechenden ansible_role-Wert in der blueprints-Tabelle referenzieren
  5. Nur falls die Rolle katalogfähig werden soll (im_auftragskatalog = true): Tasks wie oben auf tuxflotte_state verzweigen, sonst reicht der additive Pfad ohne when
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